Schimmelpilzsanierung

Was das Vorgehen gegen Schimmelpilze betrifft, gibt es keine eindeutigen Regeln. Ziel sollte aber immer die Herstellung eines hygienischen Normalzustands sein, der letztlich nutzungsabhängig ist.

Schimmelpilzbefallenes Material sollte, wenn möglich, vollständig entfernt werden. Die alleinige Abtötung von Schimmelpilzen reicht nicht aus, da auch von abgetöteten Schimmelpilzen allergische und reizende Reaktionen hervorgerufen werden könen.

Bei Altschäden sind im Normalfall auch tiefere Schichten betroffen, die nicht unbedingt sichtbar sind. Meist muss hier der befallene Bereich komplett entfernt werden.

Bei Materialien mit organischen Bestandteilen, wie Gipsputz, Gipskartonplatten, zellulosehaltigen Materialien, Papier, Pappe, Holzwerkstoffplatten, Dämmstoffen etc., ist ein Einwachsen der Schimmelpilze in den Untergrund grundsätzlich möglich. Je älter der Schaden ist, desto mehr Zeit hatte der Pilz, einzuwachsen. Eine mikroskopische Untersuchung einer Materialprobe kann klären, ob neben Sporen auch Mycel bzw. Hyphen vorhanden sind. Meist muss das Material entfernt werden. In rein mineralische Baustoffe wächst Schimmelpilz gewöhnlich nicht ein. Hier ist eine oberflächige Behandlung (mechanisch oder chemisch) meist ausreichend.

Wenn Schäden in Hohlräumen vorliegt, z. B. in Dächern, Trenn- und Außenwänden, Vorwandinstallationen oder Wandschränken muss unter Umständen eine Differenzdruckprüfung (Blower-Door-Messung) erfolgen, um eventuelle Undichtigkeiten von Außenbauteilen zu erfassen. Eine Partikel- oder Luftkeimsammlung aus dem Hohlraum heraus kann weitere Klarheit darüber bringen, ob überhaupt ein Befall vorliegt.

Kontakt:
Dipl.-Ing. Michael Ohler
Oranienstraße 32
55124 Mainz

fon: 06131 4671-64
fax: 06131 4671-68
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